Loading...

2. Gesetzesnovelle für Immobilienmarkt

Das Bundesjustizministerium schiebt unter der Ägide von Heiko Maas weiter die soziale Gesetzgebung am Immobilienmarkt voran. Eine zweite Immobilien-Gesetzesnovelle ist auf dem Weg. Im Kern justiert sie das erste Gesetz nach und treibt seine Verfeinerung voran.

Zunächst soll der qualifizierte Mietspiegel grunderneuert werden. Nicht zuletzt weil im vorigen Monat Juni der als gelungen geltende Mietspiegel Berlins vom hiesigen Landesgericht als zu unwissenschaftlich gebrandmarkt wurde, bekommt er ein Make-over. Der Mietspiegel ist die eigentliche Methode der ersten Gesetzesnovelle, wurde aber nicht ordentlich im Gesetz definiert. Für ein Bundesgesetz bedarf es eines einheitlichen und abgesegneten Mietspiegels.

Als Zweites soll die Modernisierungsumlage von 11% auf 10% gesenkt und somit den Mietern eine Erleichterung verschafft werden. Das sieht zunächst nach wenig aus und dürfte sich auch auf den Monat runter gerechnet weder für Eigentümer noch Mieter sonderlich bemerkbar machen. Allerdings hat man schon jetzt den Refrain von Presse und Verbänden im Ohr, dass die Herabsetzung für die Mieter keine signifikante Verbesserung bedeutet und auf der anderen Seite notwendige Modernisierungen bis zum letzten Moment verschleppt werden.

Beim Sachkundenachweis für gewerbliche Makler und Eigentumsverwalter weht Heiko Maas dagegen Rückenwind. Eine verbindliche Überprüfung der Kenntnisse fordern der IVD und andere Verbände schon länger ein. Bereits aus den oben genannten Neuerungen ist ersichtlich, dass für eine produktive und für alle gewinnbringende Beteiligung am Immobilienmarkt ein gewisser Kenntnisstand von Nöten ist. Regelmäßige Seminare und Schulungen werden von den Verbänden zwar angeboten, aber nicht von allen Marktteilnehmern in Anspruch genommen. In anderen Branchen wäre dies undenkbar. Man stelle sich einen Arzthelfer mit dem Kenntnisstand von 1990 vor. Die daraus entstehenden Risiken tragen nicht nur Käufer sondern auch andere Marktteilnehmer, die von mancher Unkenntnis am Ende überrumpelt werden bzw. das Geschäftsklima verschlechtern. Zur Verbesserung des Makler-Images trägt ein Sachkundenachweis auf jeden Fall bei.

Von | 2018-01-18T11:58:11+00:00 4. August 2015|Aktuelles|0 Kommentare

Kommentieren

Rückruf-Service
close slider

Fragen? Interesse?     030 . 270 17 68 80

Lassen Sie sich von uns kostenfrei zurückrufen.

Ich habe die Datenschutzerklärung & Kundeninformation zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden.